Wer seine PS5 nicht nur zum Zocken nutzt, sondern auch sensible Daten wie Zahlungsinformationen im PlayStation Network speichert, sollte einen genaueren Blick auf die Sicherheitseinstellungen werfen. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung gehört zu den wichtigsten Schutzfunktionen überhaupt und lässt sich direkt von der PlayStation 5 aus aktivieren, ohne den Umweg über den Browser nehmen zu müssen. Viele Nutzer wissen gar nicht, dass Sony diese praktische Funktion elegant in die Konsolenoberfläche integriert hat.
Warum dein PSN-Konto ein Sicherheitsupdate braucht
Jemand knackt dein PlayStation Network-Konto – ein Albtraum für jeden Gamer. Der Angreifer hätte nicht nur Zugriff auf deine Spielbibliothek, sondern könnte auch auf deine hinterlegten Kreditkartendaten zugreifen, In-Game-Käufe tätigen oder dein hart erspieltes Inventar plündern. Genau deshalb hat Sony die Zwei-Schritt-Verifizierung implementiert – eine zusätzliche Sicherheitsebene, die verhindert, dass Unbefugte selbst mit deinem Passwort ins Konto gelangen.
Das Geniale daran: Du musst nicht mehr zwangsläufig deinen Laptop aufklappen oder zum Smartphone greifen, um diese Funktion einzurichten. Die Aktivierung funktioniert komplett vom Controller aus, während du gemütlich auf der Couch sitzt.
Der versteckte Pfad zur maximalen Kontosicherheit
Die meisten Gamer navigieren täglich durch die Einstellungen ihrer Konsole, übersehen dabei aber häufig das Sicherheitsmenü. Dabei liegt genau dort der Schlüssel zu einem deutlich besser geschützten Account. Der Weg zur Aktivierung ist überraschend kurz, wenn man weiß, wo man suchen muss.
So aktivierst du die 2-Schritt-Verifizierung auf der PS5
Öffne das Einstellungsmenü deiner PlayStation 5 über das Zahnradsymbol in der oberen rechten Ecke des Hauptmenüs. Von dort aus navigierst du zu Benutzer und Konten. Hier findest du verschiedene Optionen zur Kontoverwaltung, doch für unseren Zweck ist der Punkt Sicherheit entscheidend.
Innerhalb des Sicherheitsmenüs stößt du auf die Option Zweistufige Verifizierung. Ein Klick darauf startet den Einrichtungsprozess, der dich durch mehrere nachvollziehbare Schritte führt. Sony bietet dir dabei zwei Methoden an: Textnachrichten oder eine Authentifizierungs-App.
SMS oder Authenticator-App – welche Methode ist besser?
Bei der Wahl der Methode scheiden sich die Geister. Die SMS-Variante erscheint auf den ersten Blick unkomplizierter: Du gibst deine Handynummer an und erhältst bei jeder Anmeldung einen Code per Textnachricht. Allerdings gibt es hier einen Haken: SIM-Swapping-Angriffe, bei denen Kriminelle deine Telefonnummer auf eine andere SIM-Karte übertragen lassen, könnten theoretisch diese Sicherheitsbarriere umgehen.
Die technisch versierteren User greifen deshalb zur Authenticator-App wie Google Authenticator, Microsoft Authenticator oder Authy. Diese Apps generieren zeitbasierte Einmalcodes direkt auf deinem Smartphone, ohne dass eine Internetverbindung nötig ist. Das macht diese Methode nicht nur sicherer, sondern auch zuverlässiger – besonders wenn du mal in einem Funkloch steckst oder im Ausland ohne Roaming unterwegs bist.
Backup-Codes: Deine Rettung im Notfall
Was viele bei der Einrichtung übersehen: Sony generiert am Ende des Prozesses eine Reihe von Ersatzcodes. Diese unscheinbaren Zahlenkombinationen sind Gold wert, falls du dein Smartphone verlierst oder die Authenticator-App aus irgendeinem Grund nicht funktioniert. Insgesamt erhältst du zehn dieser Codes, und jeder kann nur einmal verwendet werden. Speichere diese Codes an einem sicheren Ort – am besten nicht auf dem Gerät selbst, sondern beispielsweise in einem Passwort-Manager oder notiere sie handschriftlich und bewahre sie an einem geschützten Platz auf.
Ein Profi-Tipp: Mache einen Screenshot der Codes und speichere ihn verschlüsselt in einer Cloud oder auf einem USB-Stick, den du getrennt von deiner Konsole aufbewahrst. Du wirst froh sein, diese Vorsichtsmaßnahme getroffen zu haben, wenn du irgendwann vor einem gesperrten Konto stehst.

Was sich nach der Aktivierung ändert
Sobald die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiv ist, verändert sich dein Login-Prozess minimal, aber wirkungsvoll. Bei der ersten Anmeldung nach der Aktivierung sowie bei jedem neuen Gerät fordert Sony zusätzlich zum Passwort den zeitlich begrenzten Code an. Das mag anfangs nach einem Extra-Schritt klingen, doch die paar Sekunden sind die massiv erhöhte Sicherheit absolut wert.
Die gute Nachricht: Die PS5 merkt sich vertrauenswürdige Geräte. Du musst den Code nicht bei jeder einzelnen Gaming-Session eingeben, sondern nur bei der ersten Anmeldung von einem neuen Gerät oder wenn deine letzte Anmeldung länger als 30 Tage zurückliegt. Im Alltag merkst du nach kurzer Zeit kaum noch einen Unterschied.
Weitere Sicherheitsfeatures, die du kennen solltest
Während du schon mal im Sicherheitsmenü stöberst, lohnt sich ein Blick auf weitere Optionen. Die Passkey-Funktion beispielsweise ermöglicht eine noch modernere Form der Authentifizierung, die komplett ohne Passwörter auskommt. Mit Passkeys kannst du dich schnell und sicher direkt von deinen persönlichen Geräten aus bei deinem PlayStation Network-Konto anmelden. Sony hat diese Technologie eingeführt und sie könnte mittelfristig die Zwei-Faktor-Authentifizierung ergänzen oder sogar ablösen.
Ebenfalls spannend: Die Verwaltung der Geräteverwaltung im gleichen Menübereich. Hier siehst du alle Geräte, die mit deinem PSN-Konto verknüpft sind. Entdeckst du ein Gerät, das du nicht kennst? Das wäre ein klares Warnsignal für unbefugten Zugriff. Mit wenigen Klicks kannst du unbekannte Geräte aus der Liste entfernen und somit den Zugang kappen.
Häufige Stolpersteine bei der Einrichtung
Nicht immer läuft die Aktivierung reibungslos. Die häufigsten Schwierigkeiten entstehen meist durch technische Hürden oder fehlerhafte Eingaben bei der ersten Konfiguration. Ein wichtiger Punkt betrifft Nutzer, die keinen Zugriff mehr auf ihre bei PlayStation Network hinterlegte Kontaktinformation haben. Prüfe vor der Einrichtung der zweistufigen Verifizierung, ob du noch Zugang zu der beim PSN registrierten Telefonnummer oder E-Mail-Adresse hast – und aktualisiere sie gegebenenfalls, bevor du mit der Sicherheitskonfiguration beginnst.
Solltest du während der Einrichtung auf Probleme stoßen, bietet Sony verschiedene Support-Optionen an, um dir weiterzuhelfen. Manchmal reicht schon ein Neustart der Konsole oder eine erneute Anmeldung, um kleinere technische Hürden zu überwinden.
Warum dieser versteckte Trick dein Gaming-Leben verbessert
Die Zwei-Faktor-Authentifizierung direkt über die PS5 zu aktivieren, spart nicht nur Zeit, sondern senkt auch die Hemmschwelle enorm. Viele Gamer schieben wichtige Sicherheitsmaßnahmen vor sich her, weil sie den Gang zum Computer als lästig empfinden. Dass Sony diese Funktion nahtlos in die Konsolenoberfläche integriert hat, macht es unfassbar einfach, endlich den längst überfälligen Schritt zu gehen.
Die Investition von fünf bis zehn Minuten heute kann dir morgen Stunden an Ärger, potenzielle finanzielle Verluste und den Stress eines gehackten Accounts ersparen. Gerade wenn du digital gekaufte Spiele im Wert von hunderten oder sogar tausenden Euro in deiner Bibliothek hast, sollte die Kontosicherheit oberste Priorität haben. Die Einrichtung funktioniert übrigens auch nachträglich problemlos, falls du beim ersten Setup deiner PS5 die Sicherheitsoptionen übersprungen hast. Es ist nie zu spät, dein Konto besser zu schützen – und mit dem direkten Zugang über die Konsole gibt es jetzt wirklich keine Ausrede mehr, diesen wichtigen Schritt weiter aufzuschieben.
Inhaltsverzeichnis
